Die Geschichte von Camping De Roos führt zurück bis 1909 ...............

 
Im Jahr 2019 hat die Huttopia-Gruppe den Campingplatz De Roos gekauft und wird ganz im Sinne der 3 Generationen der Familie Roos diese einzigartige Anlage als Naturcampingplatz weiterführen und weiterentwickeln.

Im Jahre 1909 ließ sich Jan George de Roos (Jahrgang 1872) mit seiner Frau und Tochter in Beerze nieder.

Er war Straßenbahnschaffner in Den Haag, doch wegen seines Asthmas riet ihm sein Arzt, sich eine gesündere Wohn- und Arbeitsumgebung zu suchen. Die Waldluft sollte ihm guttun.

Weil sein Schwager in Beerze Leiter der Grundschule war, entschied Jan sich, ebenfalls dorthin zu ziehen.

Er erwarb ein kleines Grundstück, baute ein Haus und begann sein neues Leben als Kleinbauer und Lebensmittelhändler.

Auch zog er mit Pferd und Wagen durch die Gegend, um seine Waren zu verkaufen.

 

1911 wurde sein Sohn Bram geboren, später drei weitere Töchter.

Da Baron van Pallandt, dem viele Landgute in Ommen gehörten, mit Baden-Powell befreundet war, kamen in der damaligen Zeit bereits viele Pfadfinder nach Ommen, um dort ihr Lager aufzuschlagen. Auch die schöne Stelle am Seitenarm der Vecht bei Familie de Roos wurde entdeckt, und alle zusätzlichen Einkünfte waren damals willkommen.

So wurden bereits im Jahr 1918 die ersten Pfadfinderlager auf dem Grundstück von Familie de Roos organisiert, aber auch andere Leute wurden in einer Zeit, in der Campen noch etwas außergewöhnliches und nur einigen wenigen vorbehalten war,

von der tollen Lage und der Gastfreundschaft angezogen.

Die Gäste und ihr Gepäck wurden damals mit Pferd und Wagen am Bahnhof abgeholt.

Um noch mehr Gäste anzulocken, wurden zwei Sommerhäuser gebaut, um auch erholungssuchenden Gästen den Aufenthalt in den Wäldern Beerzes zu ermöglichen.

 

  

 

Auf dem Foto: Jan de Roos mit seiner Frau Carolien und Sohn Bram.
 

1931 verstarb Jan de Roos und brachen schwere Zeiten an.

Die zwei ältesten Kinder mussten mithelfen, die Familie zu ernähren und es wurde nach anderen Möglichkeiten zur Ergänzung des Einkommens gesucht. 1933 wurde das Teehaus an das Wohnhaus angebaut und wurde im Seitenarm der Vechte eine Badestelle angelegt, von der viel Gebrauch gemacht wurde.

Im Laufe der Fünfzigerjahre kamen immer mehr Menschen nach Beerze. Das Teehaus entwickelte sich zum beliebten Entspannungsplatz und Camping wurde als preiswerte Art entdeckt, den Urlaub im Freien zu verbringen.

1952 heiratete Bram de Roos Bertie Lindenhovius, und gemeinsam bauten sie den bahnbrechenden Betrieb immer weiter aus.

Im Laufe der Jahre gewann der Campingplatz immer mehr Bedeutung als Einnahmequelle. Der kleine Bauernhof wurde dadurch überflüssig: 1965 wurde auch die letzte Kuh verkauft.

Sohn Jan war damals 10 Jahre alt.

Auf dem Campingplatz wurden u.a. Wasser- und Stromleitungen verlegt, und Anfang der Siebzigerjahre wurden zwei große Sanitärgebäude errichtet.

Auch wurden im Laufe der Jahre sechs weitere Sommerhäuser gebaut.

 

Das Campingplatzgelände konnte vergrößert werden, da ein paar Bauern aus Stegeren bereit waren, ihre Grundstücke Familie de Roos zu verkaufen. Infolge der Begradigung der Vecht zu Beginn des 20. Jahrhunderts befanden sich ihre Grundstücke nämlich plötzlich am anderen Ufer des Flusses. Lange konnten sie dieses Problem mithilfe kleiner Boote und einer durchwatbaren Stelle lösen, aber als die Vechte in den Fünfzigerjahren auch noch verbreitert und vertieft wurde, war das nicht mehr möglich.

Durch Flurbereinigungsmaßnahmen konnten die Bauern anderswo Grundstücke bekommen und so erwarb Bram de Roos die Grundstücke, ohne zu wissen, was er mit all diesen Hektaren sollte. Es war damals nicht vorherzusehen, dass das Camping später so beliebt werden würde.

 

Doch genau das geschah Ende der Sechziger-, Anfang der Siebzigerjahre. Urlaub und Urlaubsgeld wurden tarifvertraglich festgelegt, sodass sich plötzlich jedermann zumindest einen Campingurlaub leisten konnte. Ein paar schöne Sommer in Folge erledigten den Rest.

Eine große Rolle spielte auch die Tatsache, dass Bram de Roos den besonderen Naturwert des Gebiets zu schätzen wusste und daher bei der Einrichtung des Campingplatzes darauf achtete, die Natur möglichst intakt zu lassen. Als sein Sohn Jan 1978 den Betrieb übernahm, konnte dieser davon profitieren.

 

Gemeinsam mit seiner Frau Lucie profilierte Jan den Betrieb immer stärker als Naturcampingplatz.

Das Teehaus, das im Laufe der Jahre zur Kantine des Campingplatzes geworden war, wurde wieder zum Teehaus umgebaut und erhielt seine Atmosphäre zurück.

Es entwickelte sich sogar zu einem vegetarischen Restaurant, das allerdings nur wenige Jahre als solches betrieben wurde.

Der Pfadfinderladen wandelte sich allmählich zu einem Naturkostladen und fügte sich so perfekt in das Konzept ein.

Ein Naturkostladen auf einem Campingplatz war natürlich etwas sehr außergewöhnliches, vor allem in der damaligen Zeit, aber auch heute noch ist Camping De Roos der einzige Campingplatz in den Niederlanden, auf dem es einen solchen Laden gibt.

 

Diese Strategie zeigte Erfolg. Immer mehr Menschen wussten die prächtige Natur und den gewissenhaften Betrieb wert zu schätzen.

Jan und Lucie modernisierten den Campingplatz im Laufe der Jahre, sorgten aber dafür, dass er seinen authentischen Charakter nicht verlor. Dieser besondere Charakter wurde dadurch weiter verstärkt, dass die verschiedenen Aspekte

(Natur, Anlagen, Verwaltung/Pflege und Zielgruppe) sorgfältig aufeinander abgestimmt wurden, wodurch eine ganz besondere, harmonische Atmosphäre geschaffen wurde, die heute für Camping De Roos so kennzeichnend ist.

Manchmal scheint es sogar, als sei die Zeit stehengeblieben.......